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[archiv 2003 - 2008] | [letzte ausgabe: no.50 - juni/juli 2008] | [close up artist portraits]




Anmerkung rs vom 20. Aug 2017:
Um meine täglich 'aktuelleren und wahreren' mind-box-magazine Long Reads in Erinnerung zu rufen und gleichzeitig die 'historische' Anmutung des 2003/08er Web-Auftrittes zu erhalten, integrierte ich diesen Part (zwischen den roten Linien) in das ursprüngliche Layout - ohne sonstige Anpassungen. Ebenso bewahrte ich den Charme der Kleinschreibung, des ß, und manchen Fehlers in Programmierung und Originaltexten.

Oberhalb der Texte findet Ihr Cover/Bilder der originalen Anmutung. Sie sollen Einladung sein, dem Link in die Ursprungs-Ausgaben zu folgen
und ihr facettenreiches Innenleben zu erforschen. Dieses gewann zwei Lead Awards, Silber 2004 / Gold 2005.

Analog der damaligen Erscheinungsweise gehen hier die damaligen Titelthemen nochmals online. ENJOY!






PREFACE
mind-box magazine // saving planet earth - through mental wealth

essay der empathischen gesellschaft.
skizze von vielfalt, individualität und wandel. feuilleton der wirtschaft.

wohlstand gedeiht nicht auf dem felde geistiger armut.


CAUTION: MAY EXPAND HORIZON!
dieses magazin ist ein gemälde - gemalt
mit den farben deiner phantasie, deiner
erfahrungen, träume, ängste, sehnsüchte.
dieses magazin bist du.

mußt sie nur öffnen, deine augen und ohren,
herz und hirn, bauch und mund. denn du lebst
in einer welt, die die schnelle ersatzbefriedigung
- sicher gut gemeint von denen, die dich lieben -
zum einzigen sinn deines lebens erklärt hat.
zum alle einenden, alleinseeligmachenden ziel.

mußt sie nur wiederfinden, deine träume, ziele,
sehnsüchte, visionen. den sinn deines lebens.
das feuer in dir. das feuer in uns allen.

mußt sie nur sprengen, die mauern, perfekt geformt
aus arroganz, ignoranz und intoleranz, in deinem kopf.
um dein kleines hirn. gefangen in dieser box. diesem
grauen würfel. massenproduziert in deinem elternhaus,
in deiner straße, deiner schule, deinem office.
handverziert von deinen freunden und deiner familie,
deinen lehrern, vorgesetzten, politikern,
deinen marken und medien.

mußt nur beginnen zu denken, deine grenzen
hinauszuschieben, zu wachsen, zu fühlen.
un/bewußt. intuitiv. mußt nur beginnen, dich auf deine
talente zu konzentrieren, deine werte,
deine individualität und persönlichkeit.

denn ein wenig out-of-the-box-denken tut uns allen gut.


MIND-BOX MAGAZINE
kompromißlos, ehrlich, polemisch, augenzwinkernd infragestellen.
intelligent. zum nachdenken anregen.
humorvoll, motzig, rebellisch polarisieren.
provokativ die wahre realität der welt dokumentieren. den finger in die wunde legen.
zum aufbruch mahnen. intuitiv. vorbild sein, role model, für mensch, marke, unternehmen.







0. über den sinn des lebens

den sinn des lebens mit einer gesellschaft zu diskutieren, die sich die erzeugung von neid in den augen der anderen als höchstes ziel jeden denkens und handelns von kindesbeinen an auf ihre fahnen geschrieben hat, ist natürlich verwegen.

da ist es hilfreich, daß das leben des einzelnen keinen sinn a priori hat und der sinn des lebens an sich im hirne gottes verborgen scheint. daraus kann man zumindest die prämisse ableiten, daß der einzelne ein leben hat. und gott existiert.

wenn es keinen gott gibt, gibt es keinen sinn. wenn es keinen sinn gibt, gibt es keinen gott. war die suche nach sinn gleichbedeutend mit der suche nach gott? vielleicht ist gott der sinn.

der sinn des lebens verborgen im hirne gottes. woran glaubt eigentlich gott? an uns?

die gesamte menschheitsgeschichte bloßes gedankenspiel eines halbwegs (schließlich schuf er uns nach seinem vorbild, vice versa) intelligenten gottes? wir nur elektrische signale auf dem sprung zur nächsten synapse? botenstoffe des geistes? selbst jedoch zu geistlos, dies zu begreifen?

die menschheit nur ein gedanke gottes, den er schnell wieder verwirft, als er gefragt wird, wie er sich intelligentes leben vorstellt? das gesamte universum in seinem kopf und wir, die erde, nur einige wenige seiner zahllosen gedanken?

vielleicht hat ihm jemand das stichwort 'intelligenz' zugeworfen und wir werden tatsächlich nur gedacht. so wie wir flammen, glut, streichhölzer, katastrophe, romantik, geborgenheit denken, wenn jemand 'feuer' sagt.

und in dieser gedanklichen millisekunde sind für uns 7 mio. jahre vergangen, von dem moment, als wir aus dem urschlamm an land krochen bis zum ersten warp-antrieb. er aber hat 'intelligentes leben' nicht mal zu ende gedacht. und schon beginnt er, den gedanken 'mensch' wieder zu verwerfen - das all wieder zu deflationieren. wer sollte es ihm verübeln?

woran denkt gott?

könnte das, was wir leben nennen, unter diesen umständen sinn machen?

die menschheit nur ein virus von einem anderen planeten, den dessen bewohner in letzter sekunde unschädlich machten und hier aussetzten, ehe er ihre welt vernichtete? so wie wir diese welt vernichten werden, die wir erde nennen?

könnte das, was wir leben nennen, unter diesen umständen sinn machen?

vielleicht hat unser leben nur einen sinn: herauszufinden, was der sinn des lebens ist! und das leben bemüht sich nun, durch die evolution möglichkeiten zu finden, diese aufgabe schneller zu lösen. groß genug wäre unser hirn ja inzwischen. mit einer phantastischen kapazität. und gleichzeitig - dank der mindboxes - einer so niedrigen auslastung, daß wir unser hirn, wäre es ein pc, an den hersteller zurückgeben würden.

der sinn des lebens ist, den sinn des lebens zu finden.

könnte das, was wir leben nennen, unter diesen umständen sinn machen?

aber brauchen wir überhaupt sinn? es geht doch auch ohne. während einige wenige stoisch den sinn des lebens suchen, haben die meisten längst erkannt, daß das leben an sich keinen sinn haben kann. das leben. zufällig gestrandet auf diesem planeten. der uns die besten bedingungen bietet, uns gegen das gesamte all zu wenden. es mit unserem müll zu verseuchen auf alle zeiten. na klar, weils billiger ist. effizienter.

die frage nach dem sinn des lebens mit 'es gibt keinen' oder mit 'wir kennen ihn noch nicht' zu beantworten, macht für die meisten keinen wirklichen unterschied. in bezug auf die sich ergebenden konsequenzen.

wenn wir schon durch zufall hier sind, und kein sinn erkennbar ist, sollten wir uns wenigstens ein ziel, eine aufgabe, eine beschäftigung suchen. arbeit. eine ablenkung von der allgegenwärtigen und erdrückenden sinnlosigkeit. oder einfach eine entschuldigung, nicht nach sinn suchen zu müssen. sinn, der über den tag und die eigene, kleine existenz hinausgeht.

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1. arroganz ignoranz intoleranz oder: die mindbox in unseren köpfen

von klein auf erzogen, uns anzupassen. zu tun, was man von uns erwartet.
sonst liebt mami dich nicht mehr!

müssen die erwartungen unserer kleinen welt erfüllen. die der eltern. großeltern. nachbarn. der freunde der eltern! und schon bald die der erzieherin. des lehrers. professoren. vorgesetzte. shareholder. alle wollen stolz auf uns sein.

aber es geht nicht wirklich um uns. um unser glück. es geht darum, daß sich andere in uns verwirklichen. eltern. die lehrer. verwirklichen, was sie selbst versäumten. verwirklichen, was sie der gesellschaft nicht geben konnten. dies reicht von millers "drama des begabten kindes" bis adlers "umgang mit sorgenkindern". die kinder als mittel zum zweck. wir alle.

müssen lernen, daß man nicht träumt. müssen lernen, daß man sich konzentrieren muß. nicht auf das wesentliche, sondern eher auf das unvermeidbare.
daß man sich messen muß. mit seinen einst besten freunden.

lernen, daß es keine freunde mehr gibt. nur herden. von schafen. und rudel.
lernen, daß es besser ist, besser zu sein als andere. sei es durch pure geburt oder durch schulische leistung. oder was man so definiert. und ständig darüber zu reden.

lernen, daß ein kleiner fetzen stoff darüber entscheidet, ob man geliebt oder gehaßt, bewundert oder mißhandelt wird. logo.
lernen, daß es besser ist, anderen nicht mehr zu helfen. daß dies nur ablenkt.

lernen, nicht mehr selbständig zu denken. sondern zu repetieren. zu rapportieren. zu apportieren. lernen, daß man die welt nicht verstehen muß, um sie zu managen.

verlernen, in zusammenhängen zu denken. verlernen von phantasie. kreativität. neugier. nichtstun. wahren emotionen. empathie. altruismus. verlernen, schönheit zu erkennen, wenn wir sie sehen. zu vergessen. die alten klassiker. die weltgeschichte. ehrlichkeit.
lernen, keine antworten auf unsere fragen zu erwarten.

wir lernen, daß wir uns für die besten halten dürfen. lernen, daß wir uns ruhig etwas darauf einbilden können, es geschafft zu haben. was auch immer. 'es' halt.

wir lernen, daß wir alles, was uns vom wege abbringt, ignorieren können.

wir lernen, daß wir andersdenkende nicht mehr tolerieren müssen. und daß auch wir nicht mehr toleriert würden, wären wir es selbst. andersdenkend. oder gar intellektuell.
wir lernen arroganz. ignoranz. intoleranz. gegenüber allem. gegenüber jedem.

hauptsache, wir funktionieren. hauptsache, das kleine rädchen dreht sich. und beginnt nicht nachzudenken. zu rucken. infragezustellen. sand im getriebe der welt. hauptsache, die kleine ratte läuft immer schneller.

hauptsache, wir vernachlässigen nicht unsere pflicht. die lange vor der deutschstunde begann und über blechernes trommeln noch heute in unseren ohren klingt. das stromlinienförmige ist das vermeintlich erfolgreiche. das uns längst in die furchtbarste mittelmäßigkeit gestürzt hat. und in gruens 'wahnsinn der normalität' ihr ende gefunden hat.

lernen, daß wir von denen, die über unser leben entscheiden, anerkennung in den neuen formen der liebe erhalten: gameboy. sneakers. noten. geld. statussymbole. titel. autos. und daß die hure manchmal hure genannt wird und manchmal eben nicht.

lernen, daß es am erfolgreichsten ist, sich so zu verhalten, wie die es wünschen, die über unser leben entscheiden. betteln um anerkennung. vorausschauender gehorsam gegenüber dem entscheider. allen entscheidern.

das aussortieren, kenntlich und unschädlich machen abtrünniger. aller, die den fluß stören. ziel ist das reibungslose funktionieren. zum vermeintlichen wohle aller. bestimmt aber zum wohle derer, die über unser leben entscheiden.
und bloß nicht aufzufallen.

ist auch kein thema mehr. mit unserem kleinen hirn. herz. verstand. eingeschlossen hinter den wänden aus arroganz, ignoranz, und intoleranz. in dieser grauen mindbox. strong walls. build to last.

die mindbox in unseren köpfen. nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein komplexes system der kontrolle. der mittelmäßigkeit. der manipulation. entworfen von denen, die über unser leben entscheiden. institutionalisiert in unseren elternhäusern. schulen. universitäten. unternehmen. der gesellschaft. der börse. den medien.

ausbeutend und pervertierend des menschen natürlichen wunsch nach anerkennung. um uns für ihre zwecke zu mißbrauchen. uns verfügbar. kalkulierbar. steuerbar. manipulierbar. und kontrollierbar zu machen.

könnte das, was wir leben nennen, unter diesen umständen sinn machen?

das leben hatte keinen erkennbaren sinn. warum ihm also einen geben? wurde es dann erträglicher? da machten sich die intellektuellen seit jahrhunderten etwas vor.

im gegenteil. wir würden uns dahinquälen mit einer überflüssigen sinn-suche.
und das wäre kaum im sinne derer, die über unser leben entscheiden. das wäre ineffizient. unproduktiv.

darüber nachzudenken, wem dieses system wirklich nutzt?
wäre nicht im sinne derer, die über unser leben entscheiden.

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2. der neid in den augen der anderen

erfolg im beruf. sich etwas leisten können. das ist der sinn unseres lebens. unsere religion. koste es, was es wolle. es den anderen zeigen! so oder so. da fragt man doch nicht mehr nach sinn.

wie auch? innerhalb standardisierter ängste, definierten glücks und programmierter sehnsüchte. der raum für sinn war längst verplant. effizienz-optimiert. untervermietet.

die idee, neid in den augen der anderen zum allgegenwärtigen ziel allen denkens und handelns zu machen, entstand im zusammenhang mit der implementierung der mindbox in unseren köpfen.

durch die mindbox wurden die menschen zu tumben ratten in ihren laufrädern, fabriken und büros degradiert. und durch den neid liefen sie immer schneller.

auch in der welt des kurzfristig-subjektiven materialismus (wir erinnern uns: jetzt jetzt jetzt - ich ich ich - alles alles alles) ist es äußerst sinnvoll, dem menschen ein übergeordnetes ziel zu geben. eine sehnsucht, der sich alles andere unterordnen kann. eine hoffnung, zu der alle subziele kumulieren. eine versicherung, damit man nicht auf dumme gedanken kommt. ein roter faden für das leben. ein gegenpol zu den abgründen möglicher selbstverwirklichung. eine salbe, die die wunden, gerissen durch tägliche mentale vergewaltigung, heilt. eine droge, mit schnell nachlassender wirkung, die die massen jeden morgen wieder zur arbeit treibt.

ersatzbefriedigung für fehlenden sinn, individualität und sinn-vorgaukelnde oberflächlichkeit.

die erzeugung von neid in den augen der anderen. nicht nur einendes ziel für alle, sondern ebenso sinn des lebens für manchen.

nicht, daß er ihn formulieren kann. das verhindert die mindbox in seinem kopfe. aber das gefühl von befriedigung, tiefer verbundenheit mit dem objekt seiner begierde. während des kauf-aktes. jedesmal, wenn er den neid in den augen der anderen sieht. das erreicht die dimension von sinn. oder eben diese profunde abhängigkeit, die nur eine ordentliche droge garantieren kann.

erreicht auch die dimension von ersatz-befriedigung. schnell ist die kälte da. auch innen. sobald die droge neid nachläßt. ein flüchtiges gut.

die nachteile der droge an sich, schnell verfliegende wirkung, abhängigkeit, notwendigkeit immer größerer dosen, sind dort wie hier willkommen. nur sie garantieren ein langfristig profitables system für diejenigen, die über unser leben entscheiden. und ein sich selbst stabilisierendes system. denn hier wacht jeder über jeden. keiner gönnt dem anderen was. haben wir lang genug eingetrichtert bekommen. funktioniert. und gerne verschieben wir dafür auch ganze wertesysteme. denn erlaubt ist, was gefällt. und gefallen findet nur, was profit bringt. alles andere wird irrelevant. verzichtbar. bildung. ehrlichkeit. kunst. moral. musik. ethik. philosophie. prinzipien. natur. altruismus. kultur. idealismus. zukunft. der effizienz untergeordnet. und der beschleunigung.

das vakuum, das wir selbst erzeugen, indem wir alles geistige wegen in-effizienz aus unserem leben, hirn, bewußtsein verbannen, kann nur noch mit immer höheren dosen einer immer schwächer werdenden droge neid bekämpft werden.

die beschaffungs-kriminalität ist bereits im system integriert. fußt zu teilen gar darauf. wohlwollend. gesetze biegend. wegschauend. zulassend. gesetze brechend. korrupt. mindestens gleichgültig. gegenüber den fischen. dem regenwald. anderen kulturen. den walen. allen ungeschriebenen gesetzen. den mitmenschen. when shall we three meet again. in thunder, lightning, or in rain? arroganz. ignoranz. intoleranz.

wie sagte schon alexander von humboldt: der versuch des menschen, die erde zu seinem himmelreich zu machen, macht sie zur hölle. oder so. könnte das, was wir leben nennen, unter diesen umständen sinn machen? eigentlich muß das leben auch gar keinen sinn machen. es muß nur spaß machen. ist doch viel einfacher, oder? dann muß man all das hier auch nicht zu ende lesen.

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3. das feuer in uns allen

auch wenn wir nicht wissen, was der sinn des lebens an sich - oder unseres lebens im speziellen - ist, so lassen einfache naturbeobachtungen erkennen, daß jedes lebewesen durch seine bloße existenz dazu beiträgt, eine gewisse balance in der natur zu erhalten.

die krone der schöpfung natürlich nicht. diese balance schneidet den zeitstrahl in einem rechten winkel. in höhe der gegenwart.

jedes lebewesen hat einen sicheren instinkt für das morgen und seine zukünftigen bedürfnisse. es erschöpft weder seine nahrungs-, noch andere -reserven.

auch das hat die krone der schöpfung nicht nötig. diese balance verläuft parallel zum zeitstrahl. in richtung zukunft.

tief in unserem innern. verborgen. warten die farben der kindheit. versteckt. auch vor uns. denn wir selbst sind unser größter feind. ihre formen. ihre neugier. phantasie. kreativität. ehrlichkeit. offenheit. vielfalt. nächstenliebe. gerechtigkeitssinn. individualität. warten darauf, wiederentdeckt, wiederbelebt zu werden. unsere vorlieben. interessen. träume.

wovon träumten wir? wollten astronauten werden. tiefseetaucher. bergsteiger. feuerwehrmänner. rennfahrer. rennfahrerfrau. krankenschwester. wissenschaftlerin. forscherin. diane fossey. jane goodall. marie curie.

wir wollten abenteuer erleben. neues entdecken. forschen. anderen menschen helfen. ballerina und künstler werden. den schönen künsten fröhnen.

was ist davon geblieben? von unseren träumen? hoffnungen? sehnsüchten? effizienz-optimiert. stromlinien-geformt. maximum-output-orientiert. armselig. langweilig. grau. kopfstein-plaster. stapelbare reste von individuen. die ihren eltern eine freude machen wollten. und was anständiges gelernt haben. innerlich tot. äußerlich mit den preisschildern dieser welt versehen. kategorisiert. obere schublade. vorne rechts. prada. auf nadeln gespießte käfer hinter glas. unbeweglich. tot. gelabelt. was ist davon geblieben? ein leichter schmerz? oder spüren wir selbst den nicht mehr in der magengegend? so als hätte uns der mensch, den wir lieben, verlassen? das feuer brennt noch in uns. so als hätten wir etwas verloren, ohne das wir eigentlich nicht leben wollten? das feuer der frühen jahre. als hätten wir etwas verloren, ohne das wir nicht leben können? des unbekümmerten entdeckerdranges. des vorurteilsfreien experimentierens. mit unseren fähigkeiten. unseren talenten. unserer liebe.

wir liebten die natur. den sand unter unseren füßen. das wasser an sich. das meer im besonderen. den bach hinter dem haus. wir liebten die tiere. umarmten sie. gaben ihnen namen. heute fahren wir sie quer durch europa. blutend. schreiend. sterbend. wie auch wir.
liebten bestimmte menschen. achteten andere. verachteten wenige. waren neugierig bei allem neuen. andersartigen. eigen-artigen. interessiert. berührt.

wir liebten die farben auf dem papier. wie sie ineinanderflossen. die musik. liebten den ton. den lehm. liebten die buchstaben. die zahlen. die bäume. weil sie alle mit uns sprachen. über unsere träume. unsere geheimen wünsche. unsere pläne. wir liebten das leben. weil es soviel zu entdecken gab. soviel zu verstehen. diese unendliche vielfalt. diese möglichkeiten. diese schönheit. wohin man blickt.

wenn das leben an sich schon keinen sinn zu haben scheint. warum machen wir nicht die suche nach dem sinn des lebens zum sinne unseres eigenen lebens? wenn das leben an sich schon keinen sinn zu haben scheint.

warum geben wir ihm nicht einfach einen? einen relevanten. einen, der über unsere kleine existenz und den tag hinausgeht? warum erhalten wir nicht die natur? warum denken wir nicht an unsere zukunft? die unserer kinder? wenn das leben an sich schon keinen sinn zu haben scheint. warum ist uns der neid in den augen der anderen wichtiger als das feuer in uns allen?

und wenn der sinn unseres lebens die suche nach dem sinn unseres lebens ist? warum machen wir es uns nicht ein wenig schöner? erhalten einfach die natur? die wir so lieben? am wochenende. im urlaub. in der ferne. auch in naherholungsgebieten. nur nicht bei uns vor der haustür. oder gegenüber im park. am ufer des flußes. in der autobahnbiegung.

warum nehmen wir uns nicht ein wenig mehr zeit? erhalten die zukunft? die nächsten 40-50 jahre unseres lebens?

warum bloß ist uns der neid in den augen der anderen wichtiger, als das feuer in uns allen? der neid weiß keine antworten auf die drängenden fragen. der neid hat nicht einmal fragen. er ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

warum bloß brennen wir die mauern der mindboxes in unseren köpfen nicht runter mit diesem feuer in uns allen? sind auch wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt? fühlen wir nicht mehr den schmerz und die kälte in uns? schmerz und kälte der welt? hören wir nicht die schreie der lebenden? tiere. pflanzen. menschen? unsere eigenen tief in uns?

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4. saving planet earth!

geht momentan nicht, sagst du? weil es dir wichtiger ist, deine kippen auf die straße zu werfen? deinen aschenbecher am straßenrand zu leeren? deinen mcdonald´s abfall in der autobahn-auffahrt zu entsorgen? deine bierflasche jeden freitag dort fallenzulassen, wo du besoffen rumstehst? auch an deinem lieblingsplatz, wo du den sonnenuntergang anheulst und dich fragst, warum dich keiner liebt und warum dort soviel müll herumliegt?

weil es bequemer ist, das licht im büro brennen zu lassen. und den pc laufen. die fenster offen. die heizung auf glühend rot. die firmentür unverschlossen.

weil es für dich mehr profit bringt, miese joghurt-qualität zu produzieren? kranke hühner als 1a-qualität zu verkaufen?

weil du meinst, es sei notwendig, flugzeuge zu entführen? kleine mädchen zu vergewaltigen und große zu ermorden? lippenstift und cds zu klauen?

weil es dir momentan wichtiger ist, deine eigenen taschen über berater-verträge der industrie zu füllen, als deinen wählern eine zukunft zu geben? wichtiger ist, die marktanteile deiner zahncreme zu steigern, als deine kinder zu sehen?

weil du meinst, du wirst nur wiedergewählt, wenn du unser geld in werbekampagnen, autobahnbrücken, magnetschwebebahnen, der pharma- und kohleindustrie vernichtest, statt den menschen wirklich zu helfen?

deine schrottreifen tanker auf offener see feuerzubestatten? weil es für dich profitabler ist, die meere der welt mit deinem öl zu verseuchen? weil es für dich lukrativer ist, ein auge zuzudrücken? und die von 40.000 seevögeln direkt mit? für immer?

ne, ist klar, verstehe ich. kein problem.
dann morgen? auch nicht, sagst du?
weil du nicht verstehst, was wirklich wichtig ist? weil du keine zusammenhänge erkennst?

weil du nicht verstehst, daß wir uns längst sooo tief in wirkliche probleme reingeritten haben, daß lösungen, die nur an den symptomen herumdoktorn, nicht mehr helfen? kontraproduktiv sind? die wahren probleme nur vergrößern?

weil du nicht auf experten, sondern auf die medien, die masse, die lobbyisten hörst? weil du nicht auf dein herz, deinen bauch, deinen gesunden menschenverstand hörst, sondern auf die einflüsterungen der industrie? auf deine shareholder?

weil du nicht erkennst, daß du - ersatzbefriedigt und voller droge neid - längst innerlich tot und nur konsumhure bist? schlimmer? läßt dich f*** tagaus tagein. und zahlst auch noch dafür in ihren gucci-läden? jeden samstag? und jetzt auch bis 20:00? dein kopf so leer wie deine tasche?

weil du nicht erkennst, daß die welt nur noch der stinkende hinterhof der allumfassenden massenfabrikation von arroganz, ignoranz, und intoleranz ist? von mittelmäßigkeit und subordination?

du könntest im kleinen anfangen. könntest vorbild sein. könntest werte etablieren. altmodische werte. ehrlichkeit. und so.

könntest neben kants kategorischem imperativ das einfache sprichwort: "behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest" beherzigen. oder wie vielleicht in meinem speziellen falle: "... so, wie du es gerade noch selbst ertragen kannst".

denn würden wir gesetze brauchen? überwachungskameras? rechtsanwälte? gefängnisse? in diesem umfang? ladendetektive? wenn es den neid in unserer perversen form nicht gäbe? wenn politiker in werten denken würden? die vorbilder wieder vorbilder wären? statt schauspieler? markenartikel? politiker? top-manager? werte verkörpern würden? vorleben würden?

wenn wir uns darum kümmern würden, uns weiterzuentwickeln, statt ständig nur wachsen zu wollen? immer mehr haben zu wollen? statt eine bessere lebensqualität anzustreben? lebens-qualität, statt lebens-quantität?

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#savingsomesouls #savingsomelives #savingplanetearth
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ich begehre Nichts!
[mind-box-magazine no.02 // sept 03]

[0] ich begehre Nichts!
[1] die einflüsterungen der industrie
[2] der luxus und die moden
[3] das wesentliche
[4] ein leeres blatt papier


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[0] ich begehre Nichts!

"eine insel mit zwei bergen und dem tiefen weiten meer, ...

er genoß die aussicht. die aussichten.

... mit viel tunnels und geleisen ...

der blick nach vorn. vollkommen frei. äußerlichkeiten blau in blau. so weit das auge reichte. so schnell das licht nur konnte.

... und dem eisenbahnverkehr ...

und ein sinn, der über all das hier hinausging.

... nun wie mag die insel heißen ...

die idee der unendlichkeit ahnen, dachte er, und gleichzeitig die unmöglichkeit spüren, ein teil von ihr sein zu können.

... ringsherum ist schöner strand ...

er fühlte sich gefangen. in diesem körper. gefangen in dieser welt. in diesem leben. gefangen in diesem kopf.

... jeder sollte einmal reisen ...

in diesem all.
in dieser allumfassenden sinnlosigkeit.

... in das schöne lummerland."

der himmel hatte die farbe ihrer augen. er wollte ihnen nahe sein. erkletterte den höchsten gipfel, um wenigstens diesem blau nahe zu sein, wenn schon nicht dem ihrer augen. nicht in ihm ertrinken konnte. für immer in diesem unendlichen blau. schweben. schwerelos.

beneidete die wolken. waren dem himmel so nahe. diesem blau. ihr. beneidete die vögel. sich immer weiter hinaufschwingend. zu ihr. und er? würde er sie jemals wiedersehen. würde sie ihm erlauben zu schweben, sich fallenzulassen? für immer? und dann? wer würde bügeln?

rechts drängelten felsen. verspielt. wollten ins bild. wollten rettendes ufer sein.
und trotzende festung.
wollten verbinden und trennen. wollten wellen brechen. willen brechen.
wie alle. eltern. lehrer. pfarrer. aktionäre. professoren. manager.
die entscheider. wollen dein bestes.
deinen willen und deine kreativität.
geben dir dafür eine aufgabe. sinn. ein ziel. eines!
und sonst keines: den neid in den augen der anderen.
nehmen sich dafür nur eines: dein leben!

konsumiere. masturbiere. produziere. ejakuliere.
ersatzbefriedige dich und halt die klappe!
die pathologie der ignoranz ist eine ubiquitäre.

was bliebe, wenn man all den konsum, den kommerz, all diese schönen, bunten bilder wegließe? nicht ständig auf der suche wäre. nach dem neuesten pullover. waschmittel. schuh. szene-getränk. fernseher. joghurt. mobiltelephon.

was bliebe ohne tv, kino, die hochglanz-zeitschriften?

was bliebe, wenn wir die arbeit wegnähmen? was bliebe ohne unsere hobbies, ohne die dinge, die wir vermeintlicherweise gern tun? was bliebe ohne alkohol? ohne autorennen? ohne zigaretten?

was bliebe, wenn man die schulen, universitäten, unternehmen wegließe?
was bliebe, wenn man kunst, literatur, architektur wegnähme?

was, wenn wir alle bedürfnisse ablegen? keine materiellen begierden, keine gelüste mehr haben?
was bleibt, wenn wir alle sinne wegnehmen? die augen? die ohren? die haut? die nase? wenn wir nicht mehr sprechen?
was bleibt, wenn wir vollkommen in uns abgeschlossen sind? wenn wir vollkommen ruhen? uns nichts äußeres mehr erreicht, manipuliert, ablenkt?

bleibt irgendein bedürfnis übrig? bleibt ein verlangen? bleibt der wunsch nach sinn? bleibt der wunsch nach erkenntnis? neugier? liebe? nichts?

und wenn wir all den kleinen und großen materiellen begehrlichkeiten nachgegeben haben, die uns eingepflanzt werden? von kindheit an. uns eine richtung geben. ein ziel. damit wir produzieren. und konsumieren. all diesen schrott. den niemand wirklich braucht. diesen königsweg zum glück. der uns ablenken soll. von den wahren träumen. tief in unseren herzen. von kindheit an. vom wirklichen leben. den realen problemen. den wahren lösungen und den wirklichen feinden. von phantasie. kreativität. spontaneität. damit wir manipulierbar und kalkulierbar werden. bleiben. von kindheit an! für die entscheider. für das wachstum. stetig. koste es, was es wolle. wird es dann besser? und wann? wann wird es dann endlich besser?

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[1] die einflüsterungen der industrie

nackte füße. flip-flops. er blickte auf. elsa mit dem frühstück.
- was ist los mit dir? du wirkst so nachdenklich,
setzte sich an den nebentisch. zog die beine auf den stuhl. umschlang sie mit der linken. kein nagellack. trank einen schluck aus seinem glas. beschreibung elsa. ein wenig phantasie. und julias restaurant. die rote wand mit den goldenen herzen. ein wenig lebensgeschichte.
- nein,
lächelte er in ihre richtung.
- nein, ich bin nicht nachdenklich. nicht mehr als sonst.
eine lüge. und er wußte, daß sie es wußte.

sie strich eine haarsträhne aus ihrem gesicht. mit geschlossenen augen sog sie die wohltuende wärme der frühen sonnenstrahlen auf.
ließ ihn in ruhe. er würde es ihr schon erzählen. früher oder später. dafür waren sie freunde.
- wirst du heute abend sprechen?
- ich weiß noch nicht. mir fällt nichts ein.
sie lächelte verstehend. nestelte abwesend an ihren flip-flops.
- ich würde mich freuen. die meisten kommen wegen dir.
der tägliche, rituelle dialog. gewohnheit. die kleinen dinge. geborgenheit.
erhob sich wieder. ein kurzer besuch. konnte nicht mehr lange in seiner nähe sein.
- das war ein kurzer besuch.
er sprach es aus. sie lächelte sanft. gebrochen.
etienne blickte ihr nach. während sie sich wieder um die anderen gäste kümmerte. lächelte oft. und gerne.
er begann mit dem frühstück.
wie wenig man doch wirklich brauchte von all dem, was man für geld kaufen konnte.

die junge frau am nachbartisch setzte die milchflasche an den mund. trank. hörte die laute der verendenden kälber. über die höfe getrieben von ihren peinigern. hörte die hilferufe der kuheltern, denen die kinder entrissen wurden. die schreie der kinder quer durch europa. auf den straßen der welt. doch die welt hörte weg. qualen, die wir den tieren zufügten, um die beste aller milchen selbst trinken zu können. die milch der ersten monate eines neuen kälberlebens.

sie haßte kühe. je mehr sie leiden mußten, desto wertvoller wurde ihre milch für sie. desto mehr war sie bereit zu zahlen.
lactose-intoleranz konnte sie nichtmal richtig aussprechen.

und würde es uns schlechter gehen,
wenn wir unsere autos wirklich abschließen könnten?
ärzte ihre fehler zugeben und dafür geradestehen würden?
lebensmittel noch mittel zum leben und nicht zum profitmachen wären?

würde es uns schlechter gehen, wenn wir zugeben würden, daß jemand, der sich nie über unser bildungs- und parteiensystem erhoben hat, uns nicht wird helfen,
unser land nicht wird retten können?

würde es uns schlechter gehen, wenn unsere politiker, manager, regierenden einfach gemeinsam die welt retten würden?

würde es uns schlechter gehen, wenn wir einfach nicht mehr auf die leute, die medien, die politiker, die einflüsterungen der industrie hören würden?

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[2] der luxus und die moden

ich begehre nichts. nur die illusion. will nur den neid in den augen der anderen sehen.
ich begehre nichts. nur die insignien der illusion. statussymbole.
will teil sein. des luxus. und der moden.
will körper sein. und nicht geist.

ob es mehrere orte wie diesen gab? die verfallenen gemäuer? elsa? die orangenbäume? schwarz-weiße bodenfliesen auf der terrasse? die ruhe? das meer? diesen duft?

die insejkten saßen bereits bei zucker und frischem orangensaft.
rosen wuchsen an weißem holz.
dies war kein zufall.
farbe blätterte ab.
dies alles hatte einen sinn.
auch an tisch, wand und stuhl.
er liebte es. und die aussicht.

konnte nicht nur kulisse der menschlichen komödie sein.
der blick nach vorn. vollkommen frei.
das leben hatte einen tieferen sinn.
er blieb dabei.

die übrigen gäste langweilten sich. wie der rest der welt.
kulisse. sonst nichts.

sie versuchten, das beste daraus zu machen. gaben sich mühe. hatten es nicht besser gelernt. meinten, sie wären durch zufall auf diese erde gefallen und wollten die verbleibende zeit möglichst angenehm verbringen.

waren uninteressant und doch gefährlich.
illusion stand in großen lettern auf ihren louis-vuitton-bags.
geschmiedet aus arroganz, ignoranz und intoleranz.
kleine gefängnisse. mindboxes.
ich begehre nichts. nur diesen goldenen käfig.

nahm den kater hoch.
kam seit einigen tagen pünktlich zum gemeinsamen frühstück.
woher auch immer.
streichelte ihn.
folgte einem wagen. mit den augen. auf der küstenstraße. der sonne entgegen.
im gleißenden licht sah er wieder ihren blonden körper.
streichelte auch ihn. mit blicken. zärtlich.

folgte den insejkten. mit den fingerspitzen. über diese hautlandschaft.
sie war wunderschön.
die idealisierungstendenz einer verblassenden erinnerung.
er schüttelte sie ab. und den kater.
zeitverschwendung.

erhob sich. der kater folgte ihm.
der wagen bog um die sonne.

eine willkommene nebenwirkung dieses ansturmes roter strahlung.

0309c2


[3] das wesentliche

natürlich hatte sein hirn - er nannte es ralph - den sich schnell nähernden schwarzen punkt wahrgenommen. ebenso seine mutation zur drosophila. na und? eine fliege außerhalb seines autos war nicht unbedingt eine nachricht ans bewußtsein wert.

die darauffolgenden ereignisse hätte kein gehirn vorhersehen können. ralph traf also keine direkte schuld. diese zukunft lag tatsächlich jenseits jeder erfahrung:
drosophila durchschlug seine frontscheibe. ohne auch nur den anschein eines loches zu hinterlassen. hämmerte seinen schädel an die vordere kopfstütze. fräste eine röhre durch sein hirn. verließ den wagen durch die hintere scheibe. ohne konsequenzen. für letztere. und ward nie wieder gesehen.

erst jetzt zeigte ihm sein gehirn die aufnahmen des sich auf kollisionskurs befindlichen schwarzen punktes - drosophila. die es zuvor bereits als redundant eingestuft und zur vernichtung freigegeben hatte. soweit die unterschlagung von informationen.

starren auges bewegte er sich mit unveränderter geschwindigkeit in richtung seines angestrebten zieles. von dem er nun nicht mehr annehmen konnte, es jemals zu erreichen.

die eintrittsöffnung der fliege befand sich in der mitte seiner stirn. etwa 2cm oberhalb der augenbrauen. ein kreisrundes, sauberes loch.
zum ersten male mißtraute er seinem rückspiegel: kein blut.
er mußte sich darauf konzentrieren, den wagen abzubremsen und erst dann ohnmächtig zu werden.

später:

er kam zu sich. das loch war noch da.
er wußte, daß es bleiben würde.
wußte, daß von nun an jede lüge zwecklos war.
wußte, verdammt nochmal, daß jeder die wahrheit würde sehen können.
sehen durch dieses loch in seinem kopf.

was wäre, wenn jeder die lüge würde sehen können?
durch dieses loch in seinem kopf. auf seiner stirn.
die lüge, die wir leben nannten.
die lüge, die uns alle verband.

monate später:

er wurde wach. schweißgebadet.
das loch war verschwunden. die wahrheit jedoch blieb.

jahre später:

er würde ins dorf gehen. den fischern bei ihrer arbeit an den booten zusehen. mit ihnen über das wetter diskutieren.
brot kaufen.
keine überflüssige sinnsuche.
ein wenig rotwein.
keine überflüssigen bedürfnisse.
wasser.

die sinne nicht abgelenkt
durch die einflüsterungen der industrie.
vielleicht obst.

die sinne frei,
um das wirkliche leben wahrzunehmen.

reden,
gucken,
anfassen,
schmecken,
die wahrheit sagen.
die konzentration auf das wesentliche.

ins dorf gehen. den fischern bei ihrer arbeit an den booten zusehen. mit ihnen über das wetter diskutieren. brot kaufen. ein wenig rotwein. wasser. vielleicht obst.
das wesentliche.

0309c3


[4] ein leeres blatt papier

gefangen. mental. irgendwo zwischen der neuen cd. dem neuen pullover. der neuen handtasche. der neuen küche. der badrenovierung. dem auto. dem neuen mascara. dem urlaub. den freizeitaktivitäten der menschen die man freunde nennt. zwischen all den kleinen und großen begehrlichkeiten. sind wir unfähig uns selbst zu finden. unsere lebensmitte. unsere wahren bedürfnisse.

fühlen nichteinmal mehr das feuer in uns allen. haben seine uns innerlich durchdringende glut ersetzt durch die kurzen amplituden des äußerlichen glücks. des ellbogenwarmen genusses. des lauen gefühls. des schnell zur kälte gerinnenden neuen lebenssinnes. kälte die uns alle umgibt. in unseren goldenen käfigen.

wären wir doch nur reif genug, all unser begehren als bloße kleine fluchten vor den großen entscheidungen zu verstehen. unsere evozierten bedürfnisse als willkommene entschuldigungen unserer inkonsequenz. unseres versagens vor uns selbst.

stattdessen verdoppeln wir die gitterstäbe. unserer goldenen käfige.
stärken die ketten. der kugeln die uns am boden halten.

gehen immer noch wie puh, der bär die treppe runter 'rumpel-di-pumpel auf dem hinterkopf'. und denken wie er 'man müßte mal ... darüber nachdenken, ob dies die einzige möglichkeit ist'. eine treppe herunterzugehen. wenn nur das gerumpel aufhörte.

versuchen wir´s doch einfach mal. maximieren wir doch einfach unsere freiheit. und unabhängigkeit. und machen uns auf die suche nach dem feuer in uns allen.
think about:
ich begehre Nichts!
die einflüsterungen der industrie
den luxus und die moden
das wesentliche

lies möglichst viel.
bücher und alle ausgaben des mind-fuel magazine.
nimm ein leeres blatt papier und
entdecke,
was dich gefangen hält. entdecke, was deiner unabhängigkeit im wege steht. entdecke, wie sehr du dir selbst im wege stehst.
reduziere, was dich ablenkt auf ein minimum.

nimm ein leeres blatt papier und
entscheide, was passieren muß. lass es passieren!
"man müßte mal" gilt nicht mehr. fliehen gibts nicht mehr.
fernsehen und arbeiten gelten nicht mehr als ausreden.
lass geschehen, was geschehen muß - um frei zu sein.

musik. disziplin. neugier. sport. gute ernährung. kreativität. kompromißlosigkeit. freunde. stil. pflege. charakter. kunst. gesundheit. literatur. balance.

nimm ein leeres blatt papier und
suche,
was dich wirklich antreibt. der sinn deines lebens ist. das feuer in uns allen. in dir. suche. tief in dir. nutze das blatt. nutze die leere. die reinheit. das Nichts! die ästhetik. die erhabenheit. die freiheit. die unabhängigkeit.

0309c4




#savingsomesouls #savingsomelives #savingplanetearth
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the poet will die!
[mind-box-magazine no.03 // okt 03]

[0] the poet will die!
[1] ... im management
[2] ... in der liebe
[3] ... in der kunst
[4] ... im leben


0310c



[0] the poet will die!

wie wasserfälle glühender kohlen. der himmel
schien am horizont in die ewigkeit zu stürzen. ein flugzeug
war nur noch an seinen kondensstreifen zu erkennen.
die letzten vögel unterwegs. in diesem all.
in dieser allumfassenden sinnlosigkeit.

po·et > noun (plural > po·ets)

stille ...
er starrte aus dem fenster.
in sich hinein.

1. somebody who writes poems, especially a regular and recognized writer of poems

seit 20 jahren.
... stille und dunkelheit.

2. somebody who is very imaginative and creative or who possesses great skill and artistry and is able to produce beautiful things

für eine millisekunde
ein selten gewordenes gefühl von geborgenheit. fühlte regen an der innenseite seiner seele hinablaufen. tränengleich.
würde heute nichts mehr schreiben. seit 20 jahren.

13th century. via french poète and latin poeta from greek poietes "maker, author," from poiein "to make." (source: http://dictionary.msn.com)

will die! seit 20 jahren. the poet will die!

um platz zu machen für die lebenden. die untoten. die vegetierenden. maschinenmenschen. menschmaschinen.

immer weniger zeit schönes zu schaffen. das nennt man effizienz.
ein wahrhaft mentales problem.

will die!

weil es keinen freiraum mehr gibt. keine unabhängigkeit. phantasie. kreativität. für träume. ideen. visionen. die welt. wirklich zu verändern.

will die!

in der vorstadt. am rande des gewissens.
fernab vom trubel der großstadt. der heiterkeit.
der oberflächlichkeit. des kurzen ruhmes. des schnellen genusses. des ab-geregelten genusses. regeln. die uns einschnüren. ziffern. die uns erdrücken.
ein wahrhaft körperliches problem.

würde wiedergeboren.

als gedanke. als wunsch. des einzelnen. von kindheit an. als sphäre. als das feuer in uns allen. vereinzelt. einzigartig. beeindruckend. begeisternd.

0310c0


[1] ... im management

erst gegen morgen fiel er in einen kurzen, traumlosen schlaf.
in diesem bett. diesem raum.
im alten castello. auf diesem fels.
vorgelagert dieser insel. an der küste dieses landes.
in diesem meer. umrahmt von diesen kontinenten.
umgeben von den wassern dieses lebens. dieser erde.
an deren ufern menschen starben. und fische darin.
wegen des geldes. der gier. des neides.
des einzigen antriebes dieses planeten.
... und weil es dem rest egal war.

kulisse.
der menschlichen tragödie.

können sie nicht ertragen. die stille. die leere. das nichts-tun. das nichts-denken. das ruhen in sich. die stille des leeren blattes. nichts macht nervöser.
... spiegel der eigenen seele,
... ungekannte freiheit, die ängstigt,
... keine richtung, kein anhaltspunkt,
... demonstrierend die eigne winzigkeit,
... vor der unendlichen weite der gedanken und perspektiven.

dann lieber ein wenig zerstören.

die ruhe. die weite. die balance. die unabhängigkeit. die freiheit.

gefangen in den zeilen und spalten von excel. dem land ohne wiederkehr. dem land des rechten winkels. der tabellenkalkulation. des profanen. und doch so formolösen.
linien. bilden die gitter unserer käfige.
zellen. schränken uns ein.

geben uns geborgenheit. sicherheit. das kann ich. das will ich. bloß nicht die zelle verlassen. a7. meine nachbarn a6 und a8. nur zehntel-millimeter weg. doch so unendlich fern.

felder. vorgärten. powerpoint layouts. alles geordnet. bloß keine überraschungen. keine abwechslung. läßt uns stolpern. zweifeln. das dies alles so richtig ist. richtig sein kann. muß. muß! wie sonst ruhe finden? glück. zufriedenheit. sinn. vermeintlich.

die menschmaschinen.

... schreiben es voll. das leere blatt. vernichten es. seinen zauber. seine kraft. zerstören es. mit banalitäten. dieses symbol der freiheit. bemalen es. symbol der unabhängigkeit. mit charts. graphiken. tabellen. den ablenkungen vom wesentlichen. den billigen ausreden. voreiligen schlüssen. beschreiben das offensichtliche. das opportune. die illusion. anerkennung heischend. doch nur mittelmaß darstellend.
zeitverschwendung.

0310c1


[2] ... in der liebe

wurde wach. als wäre nichts geschehn. wie jeden morgen.
folgte den geometrischen linien
des architekten. mit den augen.
wußte es besser.

gebrochen über kantigem gestein.

war allein.

blaue augen?

mit seinen gedanken.

oder grüne?

draussen die ersten boote.

wußte es nicht mehr. nicht mal das.

schmeckte nur noch ihre salzige süße.

blickte durch den raum. die zeit. sah laken. zerwühlt. neben seinem bett ein weiteres. leer. sah sich. stehend davor. betrachtete die frau darin. blond.

ein weinglas. bücher. wilson. dawkins. pinker.

genüßlich räkelte sie sich in der warmen morgensonne.

eine sternenkarte. beide hemisphären.

ein braungebrannter körper. ein klischee.

in ihm die letzten töne von mozarts requiem.

eine vorahnung? wie damals?

wollte sie loswerden. sie entsprach nicht seinem traum.

verschwendete zeit. aber wer tat das schon.

insejkten marschierend über früchte in einer blauen schale.

sie war so gut wie tot.

lächelte in unwissenheit. woher sollte sie auch.

sich langsam auflösend.

"...ein praller unterleib des weibchens ist für männchen ein sexueller schlüsselreiz, weil er viele eier und damit eine große fruchtbarkeit signalisiert.

allerdings bevorzugten männchen auch jene kadaver, deren unterleib nicht vergrößert war. offenbar steigert der fliegen-schimmel die sexuelle attraktivität noch auf eine andere, bisher unbekannte weise..." (faz, wissenschaftsbeilage, vor langer zeit)

illusion. selbstbetrug. ersatzbefriedigung. immer wieder. in allen variationen. das einzige, was ihm die kälte nahm. wenn auch nur kurz. uns allen.

betrachtete seinen körper. dieses werkzeug der insejkten.

lag neben sich. allein.

die linien des architekten.

außer atem.

gebrochen über kantigem gestein.

wischte sich ihren süßlichen speichel vom bauch.

hörte die flügellosen fliegen des nebenzimmers in ihren brutkästen summen. das polare eis wurde knapp. er würde neues kaufen.

das leere blatt papier. wir sind es längst nicht mehr.

belogen. betrogen. der blick.

geblendet durch das unendliche weiß des möglichen.

lautlos donnernd in die ewigkeit des ungedachten.

runaway train.

beschloß, auf der terrasse ein fiktives frühstück einzunehmen.

schämte sich aus der umarmung der laken.

0310c2


[3] ... in der kunst

stand vor dem waschbecken.
beugte sich vor. näherte sich dem spiegel.
beidhändig gestützt auf den blanken stahl.
verfluchte die hitze der glühbirne über seinem kopf. edison.

verfluchte seine dunklen, großen augen. die blonden haare. honig. die sommersprossen um die nase. verfluchte sie wegen ihrer wirkung. verfluchte die insejkten, die ihn entdeckt hatten. damit er für sie anschaffen ging. polemisch. zynisch.

hatte nie verstanden, warum dieses gesicht so anziehend wirken konnte. ehrlich. kompromißlos. wasser tropfte aus gesicht und haaren. infragestellend. intelligent. seine haut leicht gebräunt. der raum in eine bläuliche aura getaucht. zum nachdenken anregend. humorvoll. die flügellosen fliegen in ihren brutkästen des nebenzimmers. motzig. weltverbesserlich. rasierte seine haare ab. provozierend. rebellisch. nur ein schwarzer schatten nichts blieb. die frauen umschwärmten ihn wie motten das licht.

ersatzbefriedigung. allumfassende sinnlosigkeit. die kälte hatte gesiegt. immerwährende kälte. und dieses gefühl der leere. immerwährende leere.

in ihm erloschen. vor jahren. ohne daß er es bemerkte. hatte von innen gewärmt. vom herzen. der seele. was auch immer. das feuer.

war museumswärter. bewachte die bilder im museum des dorfes, das so hieß wie sein land. die bilder der ziffern von null bis neun. in allen variationen. tahoma. abbilder. arial. götzenbilder. des neuen gottes. null bis neun. ohne übergang. in wechselnden größen. formen. und farben.

ganze fabriken. nichts produzierend als ziffern. spezialisten unter ihnen. die nur nullen produzierten. schulen genannt. kunst. universitäten. man verließ sich drauf. brachten glück. oder große not. meistens.

waren nicht berechenbar. interessanterweise.

zahlen. die nicht berechenbar waren.

aber vielleicht war das der trick. arbeitsbeschaffung. ablenkung. bloß nicht denken. jeden tag von neuem.

null bis neun. neun bis neun.

saß auf seinem stuhl und hielt die menschen davon ab, die ziffern zu berühren. zu schänden. ihres sinnes zu berauben. ihrer tiefen bedeutung. ihrer morbiden mystik. zumindest für den zahlen(aber)gläubigen. totengräber des emotionalen. lebendigen. in spalten gegossen. auf ewig.

und morgen wieder neu. auf ewig. null bis neun. neun bis neun.

vierundzwanzigschrägstrichsiebennochmal.

0310c3


[4] ... im leben

wie immer regt er sich nach dem einkaufen über die verkäuferin auf, die die käsescheiben nicht ordentlich gestapelt hat. er denkt darüber nach, was die gründe sein könnten. dafür und für das restliche übel der welt.

warum dachte sie nicht darüber nach, wie er den käse im kühlschrank verstaute. warum versuchte sie nicht, seine wünsche zu erraten. sie zu erfüllen. ungefragt. einfach weil es ihr job war. weil sie käse liebte. und diese liebe weitergeben wollte an die menschen. schließlich war es nicht nur käse. sondern eine lebenseinstellung. käse statt wurst.

warum versetzte sie sich nicht in seine lage. warum war ihr das alles egal. warum war ihr egal, ob sie ihren job gut oder schlecht machte? warum maß sie die qualität ihrer arbeit nicht an der zufriedenheit ihrer kunden? er würde doch viel mehr käse kaufen, wenn er merkte, sie teilte seine leidenschaft oder war einfach nur zuvorkommend und bemüht.

er würde diesen unterschied nie begreifen. er hatte ihre schulen besucht. ihre lehrer und professoren, ihre vorgesetzten waren auch seine gewesen. warum war sein qual.anspruch so viel größer?

warum interessierte sie nicht die qualität ihres werkes?
warum sahen sie die arbeit nur als notwendiges übel?
warum interessierte sie nur geld, macht, ruhm? der neid in den augen der anderen?
warum betrogen sie dafür sich selbst und den rest der welt?
warum denkt jeder nur an sich?
warum gibt es verdorbene joghurts / minderwertige qualität?
warum gibt es keine wahren innovationen / wirklichen optimierungen / erleichterungen?
warum gibt es keine wirklich sinnvollen produkte / dienstleistungen?
warum gibt es keinen wirklichen sinn?
warum sucht keiner den sinn, der über sein eigenes leben hinausgeht?
warum gibt es keine wirkliche kunst? keine wirklichen schriftsteller / philosophen?
warum gibt es keine wirklichen antworten auf die wirklich relevanten fragen?

warum gibt es keine relevanz?

warum machen wir uns selbst und allen anderen ständig etwas vor?
warum denken wir nur an uns?
warum ist der neid in den augen der anderen unser einziger antrieb?
warum nur ist uns die illusion wichtiger als die brillanz?

keiner tat das, was er tat, gerne. keiner war wirklich mit herzblut bei der sache. die arbeit war notwendiges übel. nur noch mittel zum zweck. keiner machte sich mehr gedanken über die qualität seiner arbeit. geschweige denn über ihren wahren sinn.

wie aber sollte man eine sache wirklich gut machen, von der man nichtmal wußte, warum man sie machte? außer zum geldverdienen. einem grund, der außerhalb ihrerselbst lag. wie aber sollte man eine sache wirklich gut machen, von der man nichtmal wußte, mit welchem ziel man sie machte?

dinge um ihrer selbst willen tun!
nicht: arbeiten, um geld zu verdienen.
nicht: arbeiten, um sich etwas leisten zu können.

warum waren fast alle gleich? und warum wurden die wenigen, die anders waren, als aussätzige behandelt? als angehörige einer anderen religion? von einem anderen stern?

warum waren wir mit dieser alles durchdringenden durchschnittlichkeit zufrieden?
was war passiert?
was hatten sie mit uns gemacht in den kindergärten, schulen, universitäten, unternehmen dieser welt? unsere eltern, freunde, kollegen, aktionäre, konsumenten?
und wie sah der ausweg aus? die lösung? was war der richtige weg? für den einzelnen? für uns alle? und wie sollte er ihn erkennen? wie entscheiden, was jetzt richtig war? und wichtig?

entdecke.
was dich gefangen hält. wie du dir selbst im wege stehst.

entscheide.
was passieren muß. um frei und unabhängig zu sein.

suche.
was dich wirklich antreibt.

0310c4




#savingsomesouls #savingsomelives #savingplanetearth
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near-death experience
[mind-box-magazine no.04 // nov 03]


Ausnahmsweise besteht diese Ausgabe des mind-box magazine nur aus Photographien. Australische Landschaften, Nahaufnahmen, Natur, menschliche Eingriffe. Die müsst Ihr Euch unbedingt im Original anschauen!

0311c




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Anfang Dez 17 findet Ihr hier - und im krebsuzette-Blog - den Cover-Post der Ausgabe [no.05 // dec 03 : pleased to meet you!] des mind-box-magazine.

[krebsuzette-Blog-Updates via eMail abonnieren!]



[archiv 2003 - 2008] | [letzte ausgabe: no.50 - juni/juli 2008 - THE TRUE STORY!]



mind-box magazine // no.50 // juni/juli 08 // THE TRUE STORY!
[no.50 // juni/juli 08 // THE TRUE STORY!]
mind-box magazine // no.49 // april/mai 08 // DER SIEG, NICHT DAS SPIEL!
[no.49 // april/mai 08 // DER SIEG, NICHT DAS SPIEL!] [print as .pdf]
mind-box magazine // no.48 // feb/mar 08 // SUBROUTINEN DES SELBST
[no.48 // feb/mar 08 // SUBROUTINEN DES SELBST] [print as .pdf]
mind-box magazine // no.47 // dec 07 / jan 08 // FREIhEIT
[no.47 // dec 07 / jan 08 // FREIhEIT]
mind-box magazine // no.46 // september 07 // egoshooter 2.0
[no.46 // september 07 : egoshooter 2.0]
mind-box magazine // no.45 // july/aug 07 // w - the double issue
[no.45 // july/aug 07 : w - the double issue] [close up // sophie rees]
mind-box magazine // no.44 // june 07 // die vielfalt der einfalt
[no.44 // june 07 : die vielfalt der einfalt] [close up // sini anttila-rodriguez]
mind-box magazine // no.43 // may 07 // intuition
[no.43 // may 07 : intuition] [close up // hannah bureau]
mind-box magazine // no.42 // april 07 // inno(watt?)ion
[no.42 // april 07 : inno(watt?)ion] [close up // sebastian meschenmoser]
mind-box magazine // no.41 // mar 07 // abschweifungen
[no.41 // mar 07 : abschweifungen] [close up // simone rudolph]
mind-box magazine // no.40 // dec 06 / jan 07
[no.40 // dec 06 / jan 07 : heute /nicht] [close up klaus geigle]
mind-box magazine // no.39 // nov 06
[no.39 // nov 06 : unter /uns!] [pure artwork]
mind-box magazine // no.38 // oct 06
[no.38 // oct 06 : menschliches /versagen!] [pure artwork] [close up aleks bartosik]
mind-box magazine // no.37 // sept 06
[no.37 // sept 06 : nix /passiert!] [pure artwork] [close up vanessa wendt]
mind-box magazine // no.36 // july 06
[no.36 // july 06 : flagge/zeigen]
mind-box magazine // no.35 // june 06
[no.35 // june 06 : kon/sequenz] [pure artwork] [close up ivan bazak]
mind-box magazine // no.34 // may 06
[no.34 // may 06 : nähe weiter/denken] [pure artwork] [adwork only] [close up // vittorio zambardi]
mind-box magazine // no.33 // april 06
[no.33 // april 06 : sich/trauen] [pure artwork] [adwork only] [close up michail pirgelis]
mind-box magazine // no.32 // march 06
[no.32 // march 06 : awards/awacs] [close up hiroyuki masuyama] [artpack no.01 hiroyuki masuyama]
mind-box magazine // no.31 // feb 06
[no.31 // feb 06 : earth/cubes] [pure artwork] [adwork only] [close up sala lieber]
no.29/30 // dec 05 : made /in heaven
[no.29/30 // dec 05 : made /in heaven]
no.28 // nov 05 : DUCK / & cover
[no.28 // nov 05 : DUCK / & cover]
no.27 // oct 05 : planet D. / friede freude eierkuchen
[no.27 // oct 05 : planet D. / friede freude eierkuchen]
no.26 // sept 05 : der schrei des esels / autopornokino
[no.26 // sept 05 : der schrei des esels / autopornokino]
no.25 // aug 05 : DU /machst den unterschied!
[no.25 // aug 05 : DU /machst den unterschied!]
no.24 // july 05 : kunst /stücke
[no.24 // july 05 : kunst /stücke]
no.23 // june 05 : erfahrung / zeit & raum
[no.23 // june 05 : erfahrung / zeit & raum]
no.22 // may 05 : ein tag der arbeit / 24hrs
[no.22 // may 05 : ein tag der arbeit / 24hrs]
no.21 // apr 05 : jetzt erst recht!
[no.21 // apr 05 : jetzt erst recht!]
no.20 // march 05 : zwei /undvierzig
[no.20 // march 05 : zwei /undvierzig]
no.19 // feb 05 : zauberwald
[no.19 // feb 05 : zauberwald]
no.18 // jan 05 : irrlicht / unabhängigkeit
[no.18 // jan 05 : irrlicht / unabhängigkeit]
no.17 // dec 04 : sketches of leadership ...
[no.17 // dec 04 : sketches of leadership ...]
no.16 // nov 04 : reflektionen / reflexionen
[no.16 // nov 04 : reflektionen / reflexionen]
no.15 // oct 04 : helden / heroes
[no.15 // oct 04 : helden / heroes]
no.14 // sept 04 : der fluß fließt
[no.14 // sept 04 : der fluß fließt]
no.13 // aug 04 : monochronismen des alltags!
[no.13 // aug 04 : monochronismen des alltags!]
no.12 // july 04 : people are people ...
[no.12 // july 04 : people are people ...]
no.11 // june 04 : ninepointfive / split second!
[no.11 // june 04 : ninepointfive / split second]
no.10 // may 04 : i´m in heaven! am i?
[no.10 // may 04 : i´m in heaven! am i?]
no.09 // apr 04 : de /construct!
[no.09 // apr 04 : de /construct!]
no.08 // march 04 : strange times in casablanca!
[no.08 // march 04 : strange times in casablanca!]
no.07 // feb 04 : searching for the young soul rebels
[no.07 // feb 04 : searching for the young soul rebels]
no.06 // jan 04 : alles pracci!
[no.06 // jan 04 : alles pracci!]
no.05 // dec 03 : pleased to meet you!
[no.05 // dec 03 : pleased to meet you!]
no.04 // nov 03 : near-death experience
[no.04 // nov 03 : near-death experience]
no.03 // oct 03 : the poet will die!
[no.03 // oct 03 : the poet will die!]
no.02 // sept 03 : ich begehre Nichts!
[no.02 // sept 03 : ich begehre Nichts!]
no.01 // aug 03 : über den sinn des lebens
[no.01 // july/aug 03 : über den sinn des lebens]
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mind-box magazine cover

dieses magazin ist ein gemälde - gemalt mit den farben deiner phantasie, deiner sehnsüchte und ängste. dieses magazin bist du. mußt sie nur öffnen, augen und ohren, herz und hirn. mußt sie nur sprengen, die enge in deinem kopf, die mauern der mind-box, perfekt geformt aus arroganz, ignoranz und intoleranz, um dein kleines hirn, gefangen in dieser grauen box. denn du lebst in einer welt, die die schnelle ersatzbefriedigung - sicher gut gemeint von denen, die dich lieben - zum alle einenden, alleinseeligmachenden sinn des lebens erklärt hat - massenproduziert von deinem elternhaus, der politik und gesellschaft, deinem office, deinen kollegen und freunden, der wirtschaft, den marken und medien. du mußt nur beginnen, zu denken, zu fühlen, zu wachsen, deine grenzen zu sprengen, deine talente, individualität und werte zu leben, werte zu schaffen, sinn zu stiften - denn ein wenig out-of-the-box-denken würde uns allen guttun. enjoy! ralf schwartz

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Hier laufen die rechts dargestellten Alben, CD's, Songs 24/7 - ohne Unterbrechung durch Sprecher, Nachrichten oder Werbung.

Das Radio speist sich jeweils aus der Musik, die ich aktuell höre.

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Liebe Freunde des magazine,

mit dieser Ausgabe liegt nun die insgesamt 50ste vor.

Heute lassen wir diese 50-fache Vergangenheit in jeweils knapp 140 Lettern Revue passieren.
Einerseits, um zu zeigen, daß es geht, andererseits, um Euch die spannenden Themen nochmals äußerst fokussiert vor Augen zu führen, und damit den ein oder anderen zum (erneuten) Blättern zu bewegen.
Denn "du lebst in einer welt, die die schnelle ersatzbefriedigung - sicher gut gemeint von denen, die dich lieben - zum alle einenden, alleinseeligmachenden sinn des lebens erklärt hat - massen- produziert von deinem elternhaus, der politik und gesellschaft, deinem office, deinen kollegen und freunden, der wirtschaft, den marken und medien.
du mußt nur beginnen, zu denken, zu fühlen, zu wachsen, deine grenzen zu sprengen, deine talente, individualität und werte zu leben, werte zu schaffen, sinn zu stiften - denn ein wenig out-of-
the-box-denken würde uns allen guttun."

Mein Dank gilt Euch allen, für Eure Treue und Unterstützung!
Vor allem aber Angelika, die den Look des magazine prägte.

Schaut mal vorbei an den Orten, an denen der Geist des mind-box magazine weiterlebt! Denn wie gesagt: ein wenig Out-of-the-Box-Denken ...

In diesem Sinne!
ralf schwartz

"der sinn des lebens besteht
in der suche nach seinem sinn.
der suche nach dem
feuer in uns allen - im kontext
von natur, kultur und zukunft."

(140)

über den sinn des lebens
[no.01 // juli/aug 03]
"die suche beginnt mit der
entgiftung des eigenen geistes
von den einflüsterungen der
industrie. einem leeren blatt
papier. unabhängigkeit."

(138)

ich begehre Nichts!
[no.02 // sept 03]
"platz machen für die untoten.
maschinenmenschen. immer
weniger zeit, weniger freiraum,
schönes zu schaffen.
effizienz. ein mentales problem."

(140)

the poet will die!
[no.03 // oct 03]
"wie der 5-jährige in der
badehose vom birnbaum in
die brennesseln, so fällt der 40-
jährige vom mountainbike in
die schulterblattfraktur."

(136)

near-death experience
[no.04 // nov 03]
"pleased to meet you!
unabhängigkeit und individualität
objektivität und erkenntnis
phantasie und kreativität
zukunft und perspektive."

(133)

pleased to meet you!
[no.05 // dec 03]
"wir wollen die marke
inhalieren. ihren idolisierenden
charakter uns ummanteln
lassen. nur sie kann uns über
das alltägliche hinausheben."

(136)

alles pracci!
[no.06 // jan 04]
"man ist, nach einem
ungeschriebenen gesetz der
masse, immer gerade zu alt oder
zu jung, um zu tun, was einem im
moment freude machen würde."

(139)

searching for the young soul rebels
[no.07 // feb 04]
"medien bestimmen das leben
in casablanca. sie erklären die
welt. sie sind allgegenwärtig.
bringen uns entertainment.
bringen uns zu fall."

(138)

strange times in casablanca!
[no.08 // march 04]
"sieh in dich hinein. durch
dieses loch in deiner stirn.
blicke durch dich hindurch.
auf die welt. erkenne.
deine rolle. in dieser welt."

(136)

de /construct!
[no.09 // apr 04]
"heaven! ist das der laden,
der jeden wunsch erfüllt?
die abwesenheit der probleme,
die wir schufen? gar die
abwesenheit von intelligenz?"

(137)

i´m in heaven! am i?
[no.10 // may 04]
"ninepointfive > was passiert
zwischen den momenten,
in denen wir an nichts denken?
immer und immer wieder bis
der tag vorüber ist? luxus."

(138)

ninepointfive / split second
[no.11 // june 04]



003


"sind zu fett und zu dünn.
zu bunt und zu monochrom.
kennen keine regeln und kein
pardon. weder sinn, noch gott.
parken in der 2. reihe."

(136)

people are people ...
[no.12 // july 04]
"effizienz. stromlinie. prozess-
optimierung. standardisierung.
monotonie. wir hätten die
möglichkeit, die fähigkeit,
die zeit, den bedarf!"

(138)

monochronismen des alltags!
[no.13 // aug 04]
"sich treiben lassen. durch
des hirnes hinterland. farben
und formen. am ende eines
beliebigen tages das meer.
tausendfaches blau. auf ewig."

(140)

der fluß fließt
[no.14 // sept 04]
"helden leisten besonderes!
fahren im kreise. treten
luftgefüllte schweinsblasen
zwischen 3 holzbalken.
helden leisten besonderes?"

(130)

helden / heroes
[no.15 // oct 04]
"reflektiert man rücksichtslos
die individuelle situation,
wird man sich am ende
überflüssig denken. unabhängig.
unbeeinflußt. überflüssig."

(139)

reflektionen / reflexionen
[no.16 // nov 04]
"it was a shock!, one
student (22) said, realizing
thru your lectures that we
already forgot about creativity
and the things we loved to do."

(135)

sketches of leadership ...
[no.17 // dez 04]
"ich will sein wie alle. aber
besser. will, was alle wollen.
aber mehr. will, daß alle mich
bewundern. ich habe, was alle
wollen, aber mehr."

(140)

irrlicht / unabhängigkeit
[no.18 // jan 05]
"zuviel zeit und denken
gehen verloren fürs lügen,
ignorieren und betrügen.
herrschen wir dann, bringen
wir den anderen unsere freiheit."

(137)

zauberwald
[no.19 // feb 05]
"das denken - wir sourcen es out.
investments in schule und
ausbildung entfallen. self
management bringt uns nicht
mehr vom rechten weg ab."

(139)

zwei /undvierzig
[no.20 // march 05]
"solange hasen und kaninchen,
die wir des nachts überfahren,
nicht abgenagt bis auf die
knochen in der gosse liegen,
geht es uns noch gut."

(137)

jetzt erst recht!
[no.21 // apr 05]
"endstation sehnsucht. mit
dem bollerwagen ins gelobte
land. man schaut dem
treiben zu und ahnt, warum sich
hier nicht wirklich was bewegt."

(139)

ein tag der arbeit / 24hrs
[no.22 // may 05]



004


"sub- und objektive relevanz
einer erfahrung ergeben sich
aus ziel, vision, philosophie
des einzelnen. charisma und
persönlichkeit folgen."

(138)

erfahrung / zeit & raum
[no.23 // june 05]
"kunst: alles, was menschen
zum schmunzeln oder schweigen
bewegt. was menschen auch
zum nachdenken bewegt.
was die menschheit weiterbringt."

(139)

kunst /stücke
[no.24 // july 05]
"wüßten wir, wer wir sind,
würden wir unsere talente
und individualität nicht länger
verleugnen und dafür 30
silberlinge im monat kassieren."

(140)

DU /machst den unterschied!
[no.25 // aug 05]
"philosophen haben heute
keine daseinsberechtigung
mehr, weil wir ihnen längst
nicht mehr folgen können in
ihrem ganzheitlich denken."

(133)

schrei des esels / auto-
pornokino [no.26 // sept 05]
"erfolgreiche unternehmen
wissen, daß ungleichheit,
individualität und vielfalt
die basis für wertschöpfung
und nachhaltigen erfolg sind."

(137)

planet D. / friede freude eierkuchen
[no.27 // oct 05]
"duck and cover vor der
bildungsmisere, regierungs-
und führungsmisere,
rußpartikelfilter, hybridantrieb,
china, aktionären, vorgesetzten."

(138)

DUCK / & cover
[no.28 // nov 05]
"was so alles made in
heaven sein möchte: iq,
diäten, die bahn, folter, etc.
nicht nur der teufel, sondern
auch gott steckt im detail."

(134)

made /in heaven
[no.29/30 // dec 05]
"der bürokratieabbau könnte
600.000 jobs bringen, steht
in der ftd. eine senkung der
bürokratiekosten würde 30
milliarden euro freisetzen."

(137)

earth/cubes
[no.31 // feb 06]
"awards sind wie trüffelschweine.
der leadaward war für mich
immer DAS trüffelschwein.
fördert besonderes, seltenes,
'merk'würdiges zu tage."

(139)

awards/awacs
[no.32 // märz 06]
"wir brauchen nicht so viel mut,
wie wir meinen - wir brauchen
wieder selbstbewußtsein.
keine arroganz, sondern
gesundes selbstbewußtsein."

(137)

sich/trauen
[no.33 // april 06]
"nähe weiterdenken: nachdenken
über tausende krebstote,
nicht die beste lkw-route
durch die stadt. klimawandel,
nicht neue kohlekraftwerke."

(138)

nähe weiter/denken
[no.34 // mai 06]
"es geht um brot und spiele,
längst nicht mehr die bibliothek
von alexandria. verdummung
läßt sich buchstabieren:
p-i-l-a-w-a-g-a-l-i-l-e-o."

(139)

kon/sequenz
[no.35 // juni 06]



005


"flagge/zeigen: das leben
aus der mode gekommener
wertvor- und lebens-einstellung.
heißt 'vorangehen', 'vorbild
sein', 'vorreiter sein'."

(135)

flagge/zeigen
[no.36 // juli 06]
"zerredet und versprochen
(im wahrsten sinne des wortes)
wurde wieder eine ganze menge.
gemacht wurde wieder nur
die sommerpause der politik."

(140)

nix /passiert!
[no.37 // sept 06]
a mind-box recommendation
"die thematische idee dieser
ausgabe - die regierung solle
wie ein unternehmen agieren -,
wurde durch das recherche-
resultat konterkariert."

(138)

menschliches /versagen!
[no.38 // okt 06]
"wir sind das unterschicht-
problem. auch wenn wir uns
noch wehren gegen das, was
in uns brütet, was in uns wütet,
seit langem in uns wächst."

(139)

unter /uns!
[no.39 // nov 06]
"wir alle und jeder einzelne
ist schuld an allen und
jedem einzelnen krebs-,
herz-/kreislauf-, alkohol-, etc.
toten unseres geliebten landes."

(140)

heute /nicht
[no.40 // dez 06 / jan 07]
"wir schweifen ab durch le-
benssimulation, schönheits-
operation und hirnamputation.
entfliehen herz und hirn,
hören den schrei nicht mehr."

(135)

abschweifungen
[no.41 // märz 07]
"immer öfter ist innovation
das, woran wir uns schon
gar nicht mehr erinnern können.
niemand will uns so innovativ,
wie wir sein könnten."

(136)

inno(watt?)ion
[no.42 // april 07]
"warum hören die menschen
immer seltener auf ihre eigene
intuition? warum hören sie
immer öfter auf politiker, manager,
marken und medien?"

(137)

intuition
[no.43 // mai 07]
"alle visionen beginnen mit
dem un/bewußten wunsch
nach vielfalt. die allermeisten
aber enden in der einfalt.
in der diktatur, im management."

(140)

die vielfalt der einfalt
[no.44 // juni 07]
"2 herzen schlagen in unserer
brust: immer schneller werden
oder immer mehr man selbst.
was will ich? was kann ich?
wofür stehe ich?"

(132)

w - the double issue
[no.45 // juli/aug 07]
"schuß in den ofen, in den fuß.
der schuß, der nach hinten losgeht,
auf den wir auch noch stolz sind.

der schuß, den wir nicht gehört haben."

(139)

egoshooter 2.0
[no.46 // sept 07]



006


"wer braucht freiheit, wenn
er gerade von neid zerfressen
wird. da hilft nur gerechtigkeit!
da kommen die andern
wenigstens auch nicht voran."

(140)

FREIhEIT
[no.47 // dez 07 / jan 08]
"subroutinen des selbst /
der ultimative erfolgsratgeber,
das finale glücksmanual des
21. jahrhunderts:
raushalten! nicht denken! folgen!"

(137)

SUBROUTINEN DES SELBST
[no.48 // feb/märz 08]
"eine welt voller sieger!
innerlich zerrissen, bleibt
ihnen nicht viel mehr als die
hoffnung, die anderen zu besiegen,
ehe diese es tun."

(136)

DER SIEG, NICHT DAS SPIEL!
[no.49 // april/mai 08]
"die ersten 50 ausgaben
in je knapp 140 buchstaben:
dive into this plentiful reality of
business, education, media,
and society. enjoy."

(134)

50 - THE TRUE STORY!
[no.50 // juni/juli 08]


// THINK ABOUT IT!

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